Kaufkraftplus Reallöhne steigen so stark wie noch nie seit 2008
Deutliche Lohnsteigerungen treffen auf nicht mehr so starke Preiserhöhungen. In der Folge können sich die Menschen in Niedersachsen wieder mehr leisten.

Hannover - Die Arbeitnehmer in Niedersachsen machen die Kaufkraftverluste aus den Hochinflationszeiten weiter wett. Im vergangenen Jahr stiegen die Bruttolöhne im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent und damit deutlich stärker als die Preise, die um 2,1 Prozent anzogen, wie Landesamt für Statistik mitteilte. Inflationsbereinigt erhöhten sich die Reallöhne damit um 3,2 Prozent, so stark wie noch nie seit Beginn der Erhebung 2008.
Zu verdanken war das nach Angaben der Statistiker vor allem der sich abschwächenden Inflation und deutlichen Lohnerhöhungen. 2023 hatten die Löhne nominal zwar sogar um 6,2 Prozent zugelegt, der Zuwachs wurde aber fast komplett durch die gestiegenen Verbraucherpreise aufgezehrt, die um 6,1 Prozent anzogen.
Zuvor hatten die Arbeitnehmer deutliche Verluste ihrer Kaufkraft hinnehmen müssen. Von Mitte 2021 bis Mitte 2023 hatte es acht Quartale in Folge sinkende Reallöhne gegeben, weil in der Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine die Verbraucherpreise stark gestiegen sind. Auch in der Coronazeit ab dem Frühsommer 2020 hatte es deutliche Einbußen gegeben.