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Fußball-Bundesliga Sieg gegen Bochum: Bayer macht Druck auf die Bayern

Leverkusen hält den Druck auf Bayern hoch und verkürzt den Abstand zur Spitze. Gegen Bochum ist vom vermeintlichen Unterschied zwischen Meisterschafts- und Abstiegskampf zunächst nur wenig zu sehen.

Von Jana Glose, dpa Aktualisiert: 28.03.2025, 22:51
Mit einem Sieg gegen kämpferische Bochumer hält Leverkusen die Hoffnung auf die Titelverteidigung am Leben.
Mit einem Sieg gegen kämpferische Bochumer hält Leverkusen die Hoffnung auf die Titelverteidigung am Leben. Anke Waelischmiller/dpa

Leverkusen - Zuerst jubelte der verletzte Florian Wirtz auf der Tribüne mit, dann klatschte er seine siegreichen Kollegen im Gang zur Kabine ab: Bayer Leverkusen hat den Druck auf den FC Bayern weiter erhöht. Die Werkself gewann gegen den VfL Bochum mit 3:1 (1:1) und rückt damit zumindest für eine Nacht auf drei Punkte an den Spitzenreiter aus München heran. 

Bayer-Zeichen: Vollgas geben

Leverkusens Nationalspieler Jonathan Tah zeigte sich „happy, dass wir die drei Punkte geholt haben“. Es sei sehr wichtig „ein Zeichen zu setzen, dass wir die letzten acht Spiele, jetzt noch sieben, Vollgas geben“, sagte der Abwehrchef beim Streamingdienst DAZN. „Souverän gespielt und verdient drei Punkte geholt“, sagte Torwart Lukas Hradecky : „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, nicht mehr, nicht weniger.“ 

Gegen starke Bochumer, die vor knapp drei Wochen die Bayern sensationell auswärts geschlagen hatten, trafen Aleix Garcia (20. Minute), Victor Boniface (60.) und Amine Adli (87.) für den Meister. 

Felix Passlack (26.) erzielte vor 30.210 Zuschauern den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Mannschaft von Dieter Hecking, die mit 20 Zählern auf dem Relegationsplatz bleibt, am Wochenende aber nach unten verdrängt zu werden droht. „Es ist sehr, sehr bitter, weil wir seit Wochen gut spielen“, sagte Bochums Tom Krauß: „Wir brauchen die Punkte.“ 

Verletzter Wirtz jubelt mit Familie 

Bayer-Coach Xabi Alonso änderte seine Startelf im Vergleich zum 4:3 in Stuttgart vor der Länderspielpause nur auf einer Position: Für Defensivspieler Robert Andrich kam Stürmer Boniface. Hecking tauschte einen Tag nach der Bekanntgabe seines Verbleibs beim Revierklub im Falle des Klassenerhalts gegenüber dem 1:3 gegen Frankfurt Innenverteidiger Jakov Medic gegen Flügelflitzer Gerrit Holtmann. 

„Wir müssen mutig sein. Wir wissen, dass wir der krasse Außenseiter sind“, sagte Hecking vor dem Duell bei DAZN. Zumindest in den ersten Minuten der Partie verteidigte Bochums Defensive kompakt. Der schwungvoll und schnell startenden Werkself fehlte zunächst trotz zweier Mittelstürmer die Durchschlagskraft. 

Doch nach 20 Minuten konnten die Gastgeber und allen voran der am Innenband verletzte Wirtz, der die Partie mit seiner Freundin und seinen Eltern auf der Tribüne verfolgte und bei dem Alonso unter der Woche eine frühere Rückkehr in Aussicht gestellt hatte, jubeln. Garcia schlenzte den Ball mit einem Distanzschuss sehenswert rechts ins Eck. 

Bochum mit Traumtor zum Ausgleich

Fast unbeeindruckt war Bochum jedoch um eine schnelle Antwort auf den Rückstand bemüht und hatte plötzlich sogar längere Ballbesitzphasen in der Bayer-Hälfte. Nach einem folgenschweren Kopfball-Rückpass von Granit Xhaka scheiterte Georgios Masouras zunächst an Hradecky. Doch den Abpraller nutzte Passlack an der Strafraumkante und verwandelte unhaltbar ins linke Eck zum Ausgleich.

Danach bemühte sich Leverkusen sichtlich, doch spätestens an der Strafraumkante machte der VfL den Raum mit viel Selbstvertrauen nach dem Anschlusstreffer so eng, dass es kein Durchkommen gab. Im Offensivspiel mangelte es dem Meister an Präzision. Von dem vermeintlich großen Unterschied zwischen Meisterschaftskampf und Abstiegskampf war im ersten Abschnitt kaum etwas zu sehen. 

Entscheidung durch Joker-Tor in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Werkself zunächst mit viel Schwung bemüht um die schnelle Führung. Boniface (47.) und Schick (49.) scheiterten jedoch zunächst an Timo Horn. Auf der Gegenseite parierte Hradecky einen Konter von Matus Bero (54.). Doch dann war es der in die Startelf gerutschte Boniface, der nach einem Querpass von Piero Hincapie mit dem rechten Knie den Ball aus kurzer Distanz völlig frei ins Tor beförderte. 

Beim Versuch für den erneuten Ausgleich zu sorgen, rutschte Ibrahima Sissoko bei freier Schussbahn vor dem Leverkusener Strafraum weg (78.). Frimpong verpasste direkt im Anschluss nach einem Querpass von Garcia indes knapp die Vorentscheidung. Für diese sorgte dann schließlich der eingewechselte Adli kurz vor dem Schlusspfiff.