Fußball-Landesklasse II FC Zukunft - Eintracht Gommern 6:1 (4:0) Ein fehlgeschlagenes Experiment
Magdeburg (vwo/mak) l Risikobereitschaft wird belohnt - aber eben nicht immer. Eine Erkenntnis, die Bodo Thiele, Trainer des SV Eintracht Gommern, am Wochenende auf schmerzhafte Art und Weise machen musste. Bei der 1:6 (0:4)-Niederlage gegen den FC Zukunft Magdeburg sah vor allem die neuformierte Abwehr der Gäste alles andere als gut aus.
Gerade einmal neun Minuten benötigten die Hausherren, zugleich das bis dato schlechteste Heimteam der Liga, um die Partie für sich zu entscheiden. So schob Andreas Herbst nach fünf Minuten völlig unbehelligt zum 1:0 ein, ehe Gommerns Kevin Weber der Ball nur zwei Minuten unglücklich im Strafraum an die Hand sprang. Den fälligen Strafstoß verwertete Dennis Meier zum 2:0. Wiederrum zwei Zeiger- umdrehungen später war es dann Patrick Kemter, der das heillose Durcheinander im Strafraum der Ehlestädter ausnutzte und mit dem 3:0 bereits für die Vorentscheidung sorgte.
Zwar kamen die Gäste im Anschluss besser ins Spiel, doch sowohl Tillman Roos (13.) als auch Daniel Stridde drei Minuten später scheiterten an Zukunft-Keeper Robert Gotthardt. Auf der Gegenseite hatten die Gommeraner Glück, dass Kemter seinen Schuss nur an den Pfosten setzte (20.).
Doch es dauerte nicht lange, ehe das Unheil aus Sicht der Gäste seinen Lauf nahm. Nach einem misslungenen Abwehrversuch köpfte Daniel Gropius seinem Gegenspieler Henning Hoffmann den Ball vor die Füße - 4:0 (23.). Lediglich die mangelnde Chancenverwertung der Landeshauptstädter verhinderte einen größeren Rückstand aus Sicht der Thiele-Elf.
Wer nun dachte, die Gommeraner würden nach der Pause alles daran setzen, zumindest für Schadensbegrenzung zu sorgen, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Erneut gehörte die Anfangsphase der zweiten Hälfte den Gastgebern. Kemter nutzte die Gunst der Stunde und markierte nach einem Solo-Lauf das 5:0 (47.)
Der 1:5-Anschlusstreffer durch Lukas Anders (55.) fiel nur noch in die Kategorie Ergebniskosmetik. So stellte Philipp Rauhut mit dem 6:1 den alten Abstand wieder her (88.).
Die A-Jugendspieler waren bemüht, Ruhe ins Spiel zu bringen, doch vor allem die erfahrenen Akteure in Reihen der Eintracht lieferten ihre bis dato schlechteste Saisonleistung ab. Die Gommeraner präsentierten sich wie ein klassischer Abstiegskandidat. Um jenen Kampf um den Ligaverbleib wird es für die Eintracht in dieser Saison auch gehen. Der Abstand zum ersten Nichtabstiegslatz beträgt derzeit nur noch zwei Zähler. Nun gilt es, die Hinrunde mit einem Heimsieg am Sonnabend gegen Magdeburg-Neustadt abzuschließen. Mit weniger Risiko und mehr Einsatzbereitschaft.
Eintracht Gommern: Lahne - Weber (55. Lotze), Roos, Marco Reichel (83. Friel), Kunitschke, Hildebrand, Namshaa, Gropius, Anders, Stridde, Lobe (46. Richter) Tore: 1:0 Andreas Herbst (5.), 2:0 Dennis Meier (7., EM), 3:0 Patrick Kemter (9.), 4:0 Henning Hoffmann (23.), 5:0 Patrick Kemter (47.), 5:1 Lukas Anders (55.), 6:1 Philipp Rauhut (88.); SR: David Hoja (Stendal), Robert Stähr, Dieter Podschuweit; ZS: 37