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Wohnen in Brandenburg Hohe Baupreise führen zu steigenden Mieten in Brandenburg

Wohnen in Brandenburg ist im vergangenen Jahr erneut teurer geworden. Bestandsmieten stiegen zwar nur moderat. Doch bei Neuvermietungen gab es auch bei Genossenschaften einen deutlichen Sprung.

Von dpa 26.02.2025, 12:54
In Brandenburg steigen die Mieten vor allem im Berliner Umland und den größeren Städten. (Archivbild)
In Brandenburg steigen die Mieten vor allem im Berliner Umland und den größeren Städten. (Archivbild) Soeren Stache/dpa

Berlin - Infolge der hohen Baupreise sind die Mieten auch bei landeseigenen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen in Brandenburg im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Bei Wiedervermietungen lagen die Mieten mit durchschnittlich 6,77 Euro kalt pro Quadratmeter um knapp sechs Prozent über dem Niveau des Vorjahres, wie aus Daten des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) hervorgeht. 

In dem Verband sind vor allem landeseigene, genossenschaftliche und kirchliche Wohnungsunternehmen organisiert. Ihnen gehören rund 45 Prozent des Berliner Mietwohnungsbestands.

Im Berliner Umland legten die Neuvertragsmieten demnach gar um knapp sieben Prozent auf 7,80 Euro pro Quadratmeter zu. Fast doppelt so viel zahlten Mieterinnen und Mieter bei einer Erstvermietung in einem Neubau. Landesweit stiegen die Mieten in diesem Segment um 15,3 Prozent auf 12,87 Euro pro Quadratmeter. In den größeren Städten lag die Steigerung gar bei knapp 30 Prozent. Diese Art der Neuvermietungen hat allerdings nur einen sehr geringen Anteil an den untersuchten Mietverhältnissen. 

Hauptgrund: Gestiegene Baukosten

Die Bestandsmieten stiegen in Brandenburg deutlich moderater um rund drei Prozent auf 5,81 Euro. Auch hier ist das Berliner Umland teurer. 

Hauptgrund für die deutlich höheren Mietpreise sind dem BBU zufolge die immensen Kostensteigerungen bei Bau und Finanzierung neuer Wohnungen. Dabei seien diese in den aktuellen Fertigstellungen noch gar nicht vollumfänglich abgebildet, weil diese in der Regel bereits vor vier oder fünf Jahren in Auftrag gegeben wurden - noch vor den besonders starken Kostenerhöhungen der jüngeren Jahre.

Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Baugenehmigungen in Brandenburg im Vorjahresvergleich um fast 20 Prozent auf knapp 9.150. Das war der niedrigste Stand seit mehr als zehn Jahren. Allerdings ist das nicht für alle Regionen ein Problem. Insbesondere abseits der Städte kämpfen die Kommunen mit hohem Leerstand.