Bildung Keine Neuauflage von Sprach-Kitas in Thüringen
Die neue Landesregierung will das Programm der Sprach-Kitas nicht neu auflegen. Stattdessen setzt die Brombeer-Koalition auf Pflichttests vor der Schule und Sprachförderung.

Erfurt - In Thüringen soll das Programm der Sprach-Kitas nicht fortgesetzt werden. Es sei schon von der rot-rot-grünen Vorgängerregierung dafür kein Geld im Haushaltsentwurf eingestellt worden, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums. Die „Thüringer Allgemeine“ hatte darüber berichtet. Das Programm lief Ende 2024 aus.
Mit dem Konzept der Sprach-Kitas sollten sprachliche Bildungsangebote in den Einrichtungen systematisch verbessert werden. Das Programm wurde wissenschaftlich begleitet – die Erkenntnisse werden derzeit ausgewertet.
SPD will Sprachförderung in gleichem Umfang
Die neue Landesregierung aus CDU, BSW und SPD hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, Sprachtests in den Kindergärten einzuführen, um noch vor der Einschulung bei Bedarf gegensteuern zu können.
Der Thüringer SPD-Fraktionschef Lutz Liebscher nannte die Sprachförderung einen der wichtigsten Haushaltsschwerpunkte für die Sozialdemokraten. „Das Thüringer Sprach-Kita-Programm beziehungsweise eine Sprachförderung in gleichem Umfang muss fortgeführt und auch verstetigt werden“, forderte er.
Die SPD-Fraktion wolle sich dafür in den Haushaltsverhandlungen starkmachen. „Wir haben uns in der Brombeere auf Sprachkompetenztest verständigt. Im gleichen Maße aber auch auf die Sprachförderung.“